Das kleine Glück


Wir haben letztes Mal darüber gesprochen, das es wichtig ist, unsere Leid anzuerkennen, zu umarmen und zu verwandeln. Das ist unsere Aufgabe, und deshalb sind wir hier. Aber ebensowichtig ist es, Glück zu kultivieren. Und das können wir. Wir können nachhelfen, unser Glück auf die Sprünge helfen. Unser Glück kultivieren.  Denn Leiden allein reicht nicht aus. Hans Cristian Andersen hat gesagt: 

Das Leben ist nicht genug. Sonnenschein, Freiheit, und eine kleine Blume gehören dazu.

Ja, Leid ist da, wir spüren es. Aber ist da auch Glück?

In Buddhismus gibt es den Konzept von Glück ohne Grund: Sukkha. Glücklichsein ohne Grund. Meistens sind wir glücklich mit Grund. Weil wir etwas erreicht haben, weil etwas gut läuft in unserem Leben. Vielleicht haben wir etwas erreicht in unserem Job. Oder vielleicht hat unseren Tochter hat ein super-Abschluss gemacht. Schwieriger wird’s glücklich zu sein wenn nichts gut lauft. Der  Mann grummelt, die Tochter will partout nicht die Matschhose anziehen, in der Küche stapelt sich das Geschirr, und ausserdem habe ich Schmerzen. 

Glück setzt nicht das völlig Abwesenheit von Leid voraus. Kann ich dennoch jetzt glücklich sein? Moment, warte mal, da war doch noch etwas. Ich kehre zurück zu meinen Anker. Zu der Insel die in mir ist. Ich atme ein, ich atme aus. Glücklich sein ohne Grund. Kann ich glücklich sein, ohne das alles Perfekt ist? Ohne das alles gut ist? Wir haben immer den Verdacht, dass das Glück auf uns wartet. Wenn ich mein Abschluss hab, wenn ich einen Partner finde, dann bin ich glücklich. Aber es gibt kein weg zu Gluck. Glücklich sein in der Zukunft ist nicht möglich. Glücklichsein kann mann nur jetzt. Glück ist der Weg. Kann ich das Glück einschalten, anknipsen? Wie ein Licht?

Fühle nach… Und wenn es jetzt nicht klappt, es ist nicht schlimm. Der Löwenzahn hat deinen Lächeln.

Und wenn nicht: Habe ich eine Hausaufgabe für euch: 

Jeden Tag fang einen Moment der Achtsamkeit für Dich ein. was kann das sein?Atme ein und schaue Dich um. Was du alles entdecken kannst! Das Licht das durch das Fenster scheint und die Staubpartikelchen tanzen lässt. Der Duft vom Kaffee am morgen. Die Augen eines Kindes oder den Lächeln eines lieben Mensches. Und dann atme diesen Moment ein. Schreib´es auf und lasst es review passieren am Abend vor dem Einschlafen. Vielleicht war es eine Kosmeablume. Dann lässt Du noch einmal die Farben, dieses Lila, leuchten vor deinen inneren Auge abspielen. Oder vielleicht war es den Duft von Schnee. Oder die Klang der Glocke. 

SEHEN. RIECHEN, HÖREN.

Einatmend, weiss ich, das ich einatme.

Ausatmend, weiss ich, das ich ausatme.

Ein, Aus.

Lass´ deine Aufmerksamkeit auf deinem Atem ruhen. Immer wenn er Abschrift, sich in Gedanken oder Träumen verliert,  bringst du ihm ganz sanft aber bestimmt zurrück. Zu dieser Einatmung, zu dieser Ausatmung. 

Einatmend, weiss ich, das ich einatme.

Ausatmend, weiss ich, das ich ausatme.

Ein, Aus.

Einatmend wird mein Atem tief.

Ausatmend wird mein Atem langsam.

Tief, Langsam.

Einatmend, wird mein Atem ruhig.

Ausatmend wird mein Atem leicht.

Ruhig, leicht.

Einatmend, lächle ich.

Ausatmend, fühle ich mich frei.

Lächelnd, Frei.

Spüre, wie das Lächelt auf deine Lippen sich ausbreitet.

Kannst du es größer werden lassen? Was für Farben hat dein Lächeln?

Einatmend, spüre ich dieser Augenblick.

Ausatmend weiss ich, dass dieses Augenblick ein Wunder ist.

Dieser Augenblick, wunderbarer Augenblick.

Einatmend, weiss ich, das ich einatme.

Ausatmend, weiss ich, das ich ausatme.

Ein, Aus.



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